Moyes, Jojo – Ein ganzes halbes Jahr

Moyes, Jojo Ein ganzes halbes Jahr 978-3463405339 Rowohlt/Kindler

Moyes, Jojo
Ein ganzes halbes Jahr
978-3463405339
Rowohlt/Kindler

Inhalt:

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt.
Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Meine Meinung:

Seit ein paar Wochen findet man überall in der Presse Hinweise zur Verfilmung dieses Buches. Dies nehme ich nun als Anlass,  meine Rezension, die ich schon vor Monaten geschrieben habe, hier zu bloggen:

Das Buch hat mich von der äußeren Optik gleich angesprochen. Die roten Mohnblumen auf schwarz-weißen Grund sehen so einprägsam und auch herzig aus.

Die Geschichte erinnerte mich sehr an den Film „Entscheidung aus Liebe“ mit Julia Roberts: armes Mädchen verliebt sich in todkranken reichen Mann. Und an „Ziemlich beste Freunde“. Es gibt viele Parallelen zu diesen Filmen.

Die Geschichte lässt sich absolut schnell und verständlich lesen. Jedoch kamen mir die Figuren nicht wirklich nahe. Mir fehlte da einfach das gewisse Etwas. Die Idee, Lou so besonders zu machen, ist gut, aber schlecht umgesetzt. Die Liebe zwischen Lou und Will empfinde ich nicht als ausreichend nachvollziehbar. Und es liegt nicht daran, dass Will ein Tetraplegiker ist, sondern mir hat da einfach die „Magie“ und das „Prickeln“ gefehlt. Lou konnte mir nicht wirklich ans Herz wachsen.

Überhaupt sind manche Begebenheiten ziemlich naiv dargestellt. Zum Beispiel als Lou in der Oper das Preisschild vom Will‘s Hemd, das am Nacken befestigt ist, durchbeißt! Also ehrlich. Manche Situationen erinnerten mich an eine Schnulze von Nicolas Sparks.

Ziemlich gut hineinversetzen konnte ich mich in Will, obwohl viele pflegerische Einzelheiten weg gelassen wurden. So konnte das Buch von der Thematik her „leicht“ umgesetzt werden, hat aber für mich dadurch an Glaubwürdigkeit verloren. Im Prinzip ist die Geschichte ein romantischer Ansatz mit einem Tetraplegiker auf eine „Rosamunde Pilcher Art“. Mir war das einen Tick zu oberflächlich.

Fazit:

Es gab einige emotionale Stellen, aber mir fehlte es entscheidend an Tiefgang und an der Magie der Liebe. An einigen Stellen war es mir viel zu kitschig, so dass ich das Ganze nicht mehr ernst nehmen konnte. Man kann es lesen, es ist einfache Unterhaltungsliteratur. Im Gedächtnis bleiben mir höchstens die hier sehr vereinfacht dargestellten Lebensumstände eines Tetraplegikers.

Die Idee war gut, die Umsetzung eher mangelhalft. Das ist meine Meinung. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass dieses Buch der breiten Masse gefallen wird.  Mich animiert es nicht, weitere Bücher von Jojo Moyes zu lesen, egal wie schön die Cover sind …

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